Familienurlaub in Cornwall – unsere 18-tägige Rundreise mit Kindern
In diesem Sommer haben wir uns als Familie einen lang gehegten Wunsch erfüllt und haben unseren Familienurlaub in Cornwall verbracht. Schon lange stand diese Reise auf der Bucketliste meiner Frau und jetzt war es endlich so weit. Für meine Frau war es ein echtes Herzensziel, und auch die Kinder waren in einem Alter, in dem man schon vieles gemeinsam unternehmen kann. Sechs und neun Jahre – das ist perfekt, um Strände zu erkunden, kleine Wanderungen zu machen und neue Orte zu entdecken.

Für uns war es ein Abenteuer, das wir bewusst als Familienzeit gestalten wollten. Wir wollten nicht nur die bekannten Postkartenmotive sehen, sondern wirklich eintauchen in Landschaft, Kultur und das englische Lebensgefühl. Wir wollten erleben, wie sich ein Familienurlaub in Cornwall mit Kindern anfühlt, welche Orte sich lohnen, wo man gut essen kann, was es kostet und wie man dort unterwegs ist. Ein fester Bestandteil unseres Urlaubs war es auch, an jedem Ort ein typisches touristisches Bild oder einen kleinen Pin mitzunehmen, als Erinnerung an den jeweiligen Stopp. Außerdem haben wir unterwegs Spiele entdeckt, die uns viele Stunden Freude bereiteten: in Penzance fanden wir im Peacock Reisevarianten von „Schiffe versenken“ und „Wer bin ich?“, die wir oft gespielt haben. Wir haben uns zudem die Monopoly-Version von Cornwall gekauft und gemeinsam mit den Kindern einige Partien gespielt. Literarisch hat mich während der Reise Ken Folletts Roman „Never“ begleitet, den ich auf Englisch gelesen habe und den ich wirklich empfehlen kann.
Und weil uns das Festhalten von Erinnerungen so wichtig ist, war von Anfang an klar: Auch dieser Familienurlaub in Cornwall bekommt seinen Platz in unserem Familienmagazin für das Jahr 2025.

Anreise von Wuppertal über Calais nach Dover
Wir sind ganz früh morgens in Wuppertal losgefahren, etwa vier Stunden bis Calais. Man sollte unbedingt einplanen, mindestens zwei Stunden vor Abfahrt am Hafen zu sein. Das Einchecken verläuft dann entspannt. Die Überfahrt mit der Fähre nach Dover dauert ungefähr eineinhalb Stunden. Wir hatten Glück mit ruhiger See, aber selbst mit etwas Wellengang ist die Fahrt sehr stabil. Für die Kinder war es perfekt, sie konnten sich bewegen, das Meer anschauen und Zeit an Deck verbringen. Besonders schön war der Blick auf die weißen Kreidefelsen, wenn man sich Dover nähert.
Essen und Getränke gibt es an Bord, die Preise sind allerdings recht hoch. Wir hatten uns daher ein bisschen selbst versorgt. Die Fährfahrt kostet in etwa genauso viel wie die Fahrt durch den Tunnel, aber wir haben uns bewusst für die Fähre entschieden, damit die Kinder die Beine vertreten konnten.


Erste Etappe von Dover nach Cornwall
Von Dover aus sind es noch etwa sechs Stunden Fahrt bis nach Cornwall. Die Straßen sind sehr gut ausgebaut und es fährt sich entspannt. Die erlaubte Geschwindigkeit liegt meistens bei 70 Meilen pro Stunde. Schwieriger wurde es erst, als wir wirklich in Cornwall angekommen sind. Dort sind viele Straßen extrem schmal und von hohen Hecken gesäumt. Oft passt nur ein Auto hindurch. Das war anfangs ungewohnt, aber man gewöhnt sich schnell daran.
Erster Stopp in Downderry
Unser erster Halt war in Downderry, einem kleinen Küstenort. Die Unterkunft war einfach, aber für uns völlig ausreichend.
Kleiner Fun fact: Als wir in unserer Unterkunft ankamen, hatten wir keinen Strom. Nach einem sympathischen Telefonat mit Gerry, stellte sich heraus, dass lediglich der Strom in Downderry ausgefallen ist. Das passiere regelmäßig und sei kein Problem. Wir sollten uns einfach ein bisschen gedulden:). Eine Stunde später war tatsächlich der Strom wieder da.
Zum Meer waren es nur wenige Minuten zu Fuß. Der Strand dort besteht aus Kieselsteinen. Die Kinder hatten trotzdem viel Spaß, haben Muscheln gesammelt und nach kleinen Tierchen gesucht. Das Wetter war gemischt, aber insgesamt angenehm.
Sehr schön war das Restaurant „Inn on the Shore“, das direkt an der Küste liegt. Von dort hat man einen tollen Blick aufs Meer. Wir haben dort Fish and Chips gegessen. Das Gericht ist in England allgegenwärtig, aber so richtig überzeugt hat es mich nicht. Oft sind die Portionen sehr fettig, dafür kaum gewürzt und mit wenig Zitrone. Ich mag es lieber kross und mit ordentlich Salz. Dazu gab es ein Erbsenpüree, das in kleinen Töpfchen serviert wurde. Geschmacklich gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie typisch für England.
Ausflug nach Looe
Von Downderry aus sind wir nach Looe gefahren, einem kleinen Hafenstädtchen. Wir waren morgens gegen zehn Uhr dort, und das war eine gute Entscheidung. In der ersten Stunde war es angenehm ruhig, ab elf Uhr füllte sich der Ort deutlich mit Touristen. Generell war es in allen bekannten Orten so, dass man sie morgens früh fast für sich hatte, während es später richtig voll wurde.
Looe selbst ist sehr charmant. Es gibt viele kleine Läden, Bäckereien mit Cornish Pasties, Souvenirläden und sogar einen Laden mit lauter Harry Potter Artikeln. Besonders schön fanden wir den kleinen Strand, an dem es vorgelagerte Felsen gibt, von denen man ins Meer springen kann. Wir hatten leider keine Badesachen dabei, aber eigentlich sollte man für Looe immer Schwimmsachen im Gepäck haben. Für Kinder ist das ein tolles Erlebnis.
Abend am Rame Head Heritage Coast
Am Abend sind wir noch zur Rame Head Heritage Coast gefahren. Dort stehen auf einer Hügelkuppe die Überreste einer kleinen Kapelle. Die Rame Head Heritage Coast ist etwa 20 Autominuten von Downderry entfernt. Alleine die Fahrt dorthin hat sich bereits gelohnt. Angekommen, mussten wir keine Parkgebühren zahlen. Die Wiesen ziehen sich bis zum Meer, und wir hatten einen traumhaften Sonnenuntergang, den wir fast alleine genießen konnten. Dieser Ort war für uns wirklich magisch und einer der schönsten während der ganzen Reise. Ein Geheimtipp, den ich jedem empfehlen würde. Und insgeheim dachte ich, dass es traumhaft wäre, mal an dieser Stelle ein Brautpaar zu fotografieren.
Zwischenstopp in Charlestown
Auf dem Weg nach Mevagissey haben wir einen kurzen Halt in Charlestown eingelegt. Das Wetter war regnerisch, aber wir wollten trotzdem zum Strand. Unsere Mädchen haben begeistert nach Steinen gesucht und ein paar besonders schöne Exemplare gesammelt. Charlestown selbst ist schnell erkundet, aber bekannt ist es für den historischen Hafen, der schon mehrfach als Filmkulisse genutzt wurde, unter anderem für die Serie „Poldark“.
Zweiter Stopp in Mevagissey
Mevagissey ist ein Fischereihafen wie aus dem Bilderbuch. Wir kamen mittags an und parkten zunächst am Ortseingang auf einem großen Parkplatz, weil wir noch nicht in unsere Unterkunft konnten. Wir haben dann bei „The Fish Grill & More“ gegessen. Die Portion Fish and Chips war riesig, geschmacklich hat es mich aber wieder nicht wirklich überzeugt.
Unsere Unterkunft waren die „Treloen Holiday Apartments“ auf einer Anhöhe mit Blick aufs Meer. Die Wohnung war schlicht, aber völlig ausreichend, und der Ausblick war großartig. Eines Morgens konnten wir sogar Delfine in der Bucht beobachten, ein unvergesslicher Moment.
Im Hafen waren viele Familien mit Kindern, die mit Eimern und Netzen Krebse gefischt haben. Auch wir haben uns die Ausrüstung gekauft. Unsere Mädchen hatten nicht viel Glück, aber immerhin einen kleinen Krebs und eine Garnele konnten sie fangen. Allein das Erlebnis hat ihnen viel Freude bereitet.
Besuch im Eden Project
Ein Höhepunkt unseres Aufenthaltes war der Ausflug zum Eden Project. Das stand ganz oben auf der Wunschliste meiner Frau. Der Eintrittspreis war hoch, etwa hundert Pfund für uns vier, aber es hat sich gelohnt.
Das Eden Project ist in einer alten Kaolingrube entstanden und beherbergt heute riesige Gewächshäuser. Besonders beeindruckend ist das Tropenhaus, in dem man sich wie in einem Regenwald fühlt. Hohe Palmen, tropische Bäume und eine feuchtwarme Atmosphäre lassen einen komplett vergessen, dass man eigentlich in England ist. Das mediterrane Gewächshaus zeigt dagegen Pflanzen wie Olivenbäume oder Weinreben in einer trockeneren Umgebung.
Für Kinder gibt es viele Mitmachaktionen und Ausstellungen. Bei unserem Besuch war gerade eine Sonderausstellung mit Tierfotografien. Am Ende des Geländes wartet ein schöner Spielplatz, ideal für Kinder bis etwa acht Jahre. Außerdem gibt es dort die Möglichkeit, mit einer Seilrutsche über das Gelände zu fliegen. Man liegt dabei wie Superman in einem Gurtzeug und schwebt über die Biome. Für unsere Kinder kam das altersmäßig noch nicht infrage, aber spannend sah es allemal aus.
Wanderung nach GORRAN HAVEN
An unserem dritten Tag in Mevagissey sind wir zu Fuß nach Goran Haven gewandert. Der Küstenweg ist traumhaft schön und wir haben uns Zeit gelassen. Für die einfache Strecke haben wir etwa eineinhalb Stunden gebraucht. Goran Haven ist ein kleines, charmantes Örtchen, wo man gut Mittag essen kann.
Zurück sind wir wieder zu Fuß gewandert. Es wäre auch möglich gewesen, mit dem Bus zu fahren, aber die Kinder haben sich für den Rückweg zu Fuß entschieden. Sie waren am Ende müde, aber stolz auf die Strecke, die sie geschafft haben. Für Familien mit jüngeren Kindern kann die Busfahrt eine gute Alternative sein.
Dritter Stopp in Mawnan und Besuch in Falmouth
Auf dem Weg nach Mawnan haben wir zunächst in Falmouth Halt gemacht. Falmouth ist eine etwas größere Stadt. Zu der Zeit, als wir dort waren, stand auf dem Platz vor dem National Maritime Museum ein großes Riesenrad. Juna und ich haben die Gelegenheit genutzt und sind eine Runde gefahren. Das Wetter war zwar bedeckt, aber es war trotzdem eine schöne Fahrt. Lena und Feli haben wegen ihrer Höhenangst verzichtet. Lustig war, dass am nächsten Tag das Riesenrad bereits abgebaut wurde. Wir haben also genau den letzten Tag erwischt, an dem man noch fahren konnte.

Unsere Unterkunft in Mawnan lag in einem kleinen Hinterhof. Von der Optik her erinnerte es ein bisschen an eine umgebaute Garage, aber es war gemütlich und typisch englisch eingerichtet. Teppichboden, Retro-Möbel, ein schöner Garten – alles sehr heimelig. Ich habe dort mit Juna einmal Monopoly gespielt, während wir Kaffee und Apfelschorle getrunken haben. Solche kleinen Momente bleiben besonders in Erinnerung.
Von Mawnan aus erreicht man durch einen wunderschönen frei zugänglichen Garten zwei Strände. Auf der einen Seite liegt der kleinere Break Cove, auf der anderen der Maenporth Beach. Selbst bei bedecktem Wetter war es für die Kinder schön, am Strand Sandburgen zu bauen. Am nächsten Tag hatten wir sonniges Wetter und waren am Maenporth Beach. Dort haben die Mädchen zum ersten Mal versucht, auf Bodyboards zu surfen. Der Wellengang war zwar noch sehr gering, aber sie hatten trotzdem Spaß dabei.

Ein kulinarisches Highlight war unser Abendessen im Red Lion in Mawnan Smith, ein Pub-Restaurant, das etwa 15 Minuten zu Fuß von unserer Unterkunft entfernt lag. Das Essen war hervorragend und die Atmosphäre in diesem urigen Gebäude mit Reetdach war genau so, wie wir uns einen englischen Pub vorgestellt haben.

Am dritten Tag sind wir zurück nach Falmouth gefahren, diesmal in das National Maritime Museum. Dort gab es eine Sonderausstellung zum Thema Surfen. Der Eintritt war überraschend günstig, ich meine etwa 15 bis 20 Pfund für uns vier, und wir hätten mit dem Ticket sogar das ganze Jahr über wiederkommen dürfen. Das Museum hat uns absolut begeistert. Es gibt dort unglaublich viel zu sehen und auch viel zum Mitmachen.
Die Kinder konnten in einen Rettungswagen klettern, auf ein Quad steigen oder sich auf einen Jetski setzen. Es gab Mitmachstationen, bei denen man interaktiv lernen konnte, wie Schiffe funktionieren. Außerdem wurden dort Boote gebaut, man konnte dabei zusehen, und es gab Schauspieler in Rettungsschwimmeruniformen, die eine kindgerechte und lustige Aufführung machten. Auch wenn alles auf Englisch war, konnten die Kinder problemlos folgen. Besonders gut gefallen hat uns die Surfausstellung, die einen schönen Einblick in die Geschichte des Surfens in Cornwall gegeben hat.
Wir haben dort außerdem Scones mit Clotted Cream und Marmelade gegessen, was für mich persönlich eines der besten Nationalgerichte ist, die wir in England probiert haben. Am Ende bekamen die Kinder sogar noch eine kleine Urkunde, weil sie die verschiedenen Stationen erfolgreich gemeistert hatten. Für uns war dieses Museum eine echte Entdeckung und eine klare Empfehlung.
Vierter Stopp in Mousehole und Ausflüge nach St. Michael’s Mount und St. Ives
Wir kamen in Mousehole an und waren wieder etwas zu früh. Deshalb hielten wir zunächst an einem Strand, von dem aus man St. Michael’s Mount sehen konnte. Anschließend ging es in unsere Unterkunft, die oberhalb in Paul lag, etwa 1,2km von Mousehole entfernt. Die Unterkunft (Stylish 2-BR cottage near Mousehole) war wunderschön dekoriert und sehr gemütlich.
Am nächsten Tag fuhren wir nach St. Michael’s Mount. Wir waren pünktlich zur Ebbe dort und konnten über den Landweg hinübergehen. Vor Ort hat man die Wahl zwischen dem Besuch des Schlosses oder des Gartens. Wir entschieden uns für den Garten, der günstiger war und uns auch besonders interessierte. Trotz des regnerischen Wetters war er eindrucksvoll und ein echtes Erlebnis. Man kann hier zwei bis drei Stunden wunderbar verbringen.
Am Abend klarte das Wetter wieder auf und wir gingen hinunter nach Mousehole. Der Ort ist total verwunschen. Unsere Mädchen versuchten wieder, ein paar Krebse zu fangen, und im Hafen sahen wir viele Einheimische in Neoprenanzügen, die von der Hafenmauer ins Meer sprangen. Das war ein toller Anblick und hat die Atmosphäre des Ortes perfekt abgerundet.
Ein weiteres Highlight war unser Ausflug nach St. Ives. Wir entschieden uns für die Zugverbindung, was sich absolut gelohnt hat. Für die Hin- und Rückfahrt zahlten wir zu viert nur acht Pfund. So mussten wir uns keine Gedanken um Parkplätze machen und konnten die Fahrt genießen. Der Zug führte von St. Orth ein Stück am Strand entlang, sodass wir unterwegs bereits einige Strände sehen konnten. St. Ives ist sehr touristisch, aber der Hafen und besonders der Strand Porthmeor Beach sind wunderschön. Dort hatten wir diesmal auch Badesachen dabei und die Mädchen bauten begeistert Sandburgen. St. Ives hat zudem eine bekannte Künstlerszene. Unter anderem gibt es dort die St. Ives Society of Artists, die schon seit vielen Jahrzehnten besteht und die Kunsttradition des Ortes prägt.
Am nächsten Tag ging es für uns weiter nach Newquay, den letzten Stopp unserer Reise.
Fünfter Stopp in Newquay und Ausflug nach Port Isaac
Unsere letzte Unterkunft waren die Surfview Apartments in Newquay, die heute als Privatunterkunft bei Airbnb angeboten werden. Die Lage war herausragend, denn wir konnten sowohl den Fistral Beach als auch den Crantock Beach in etwa gleicher Entfernung zu Fuß erreichen.
Am Tag unserer Ankunft machten wir einen Spaziergang Richtung Crantock Beach. Oberhalb des Strandes gibt es das Fern-Pit-Café, von dem aus man einen herrlichen Blick über die Bucht hat. Von dort führen Treppen hinunter zum Strand. Bei Flut kann man mit einer kleinen Fähre übersetzen, bei Ebbe gelangt man über eine Brücke hinüber. Crantock Beach ist besonders spannend, weil sich bei Flut eine Art Flusslauf bildet, der bei Ebbe fast komplett trockenfällt.
Während unserer Zeit in Newquay fand ein Surf-Festival statt, mit Live-Musik, Ständen und vielen Surfern. Es war eine großartige Atmosphäre und ein Erlebnis, das den Aufenthalt zusätzlich bereichert hat.
Zurück in Newquay verbrachten wir Zeit am Crantock Beach und wanderten über das Pentire Headland zurück zu unserer Unterkunft. Außerdem waren wir oft am Fistral Beach, wo unsere Mädchen Bodyboard surften. Der Wellengang ist dort deutlich stärker, was viel Spaß machte, aber auch Respekt erforderte. Die Strände sind von der RNLI gut überwacht, was uns mit den Kindern sehr beruhigt hat. Unsere große Tochter hatte zu diesem Zeitpunkt das Bronze-Schwimmabzeichen, unsere kleine war kurz davor, das Seepferdchen zu machen. So war klar, dass wir immer aufmerksam sein mussten, wenn sie ins Wasser gingen.
Ein Ausflug führte uns nach Port Isaac, bekannt aus dem Film „Fisherman’s Friends“ und der Serie „Doc Martin“. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. Vor Ort schlenderten wir durch den malerischen Ort, aßen eine Kleinigkeit und konnten bei Ebbe bis zur Kaimauer laufen. Unterwegs entdeckten wir sogar eine kleine Höhle. Oberhalb des Ortes liegt ein Parkplatz mit einem schönen Kinderspielplatz, der für Familien perfekt ist.
Ein Vorteil der Unterkunft war auch der kleine Pool, der von morgens bis abends genutzt werden konnte. Die Kinder haben das sehr genossen und viel Zeit darin verbracht. Die Unterkunft selbst war klein, wie eigentlich alle Unterkünfte, die wir in Cornwall hatten. Großzügige Räume findet man nur zu deutlich höheren Preisen. Uns reichte es völlig, und wir haben uns sehr wohl gefühlt.
Rückfahrt und Fazit
Die Rückfahrt startete wieder früh morgens. Wir waren rechtzeitig in Dover und konnten eine frühere Fähre nehmen. Leider hatte diese technische Probleme, drei von vier Turbinen fielen aus und wir mussten von einem Schlepper in den Hafen gezogen werden. Dadurch waren wir zwei Stunden länger auf dem Wasser als geplant. Anschließend ging es direkt zurück nach Hause, eine lange Fahrt, die uns noch einmal bewusst machte, wie weit Cornwall entfernt ist.
Das ist vielleicht einer der wenigen Nachteile dieser Reise: die weite An- und Abfahrt. Ansonsten können wir Cornwall uneingeschränkt empfehlen. Die Landschaft ist atemberaubend, die Menschen sind freundlich und gastfreundlich, das Wetter war für uns im Sommer ideal. Warm genug, um ins Wasser zu gehen, aber nie so heiß, dass es anstrengend wurde.
Für uns war es sicher nicht das letzte Mal in England oder Großbritannien. Vielleicht zieht es uns das nächste Mal weiter in den Norden Englands oder nach Wales oder Irland. Dieser Urlaub hat uns jedenfalls Lust gemacht, noch mehr von dieser wunderbaren Region zu entdecken.
Und weil uns Erinnerungen so wichtig sind, werden wir auch diesen Urlaub in unserem Familienmagazin festhalten. So bleibt uns dieser Sommer lebendig erhalten und wir können immer wieder in Gedanken dorthin zurückkehren.
Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass die gesamte Planung dieser Reise bei meiner Frau lag. Sie hat die Unterkünfte ausgesucht, die Reiseroute festgelegt, Reiseführer gewälzt und die Ausflüge organisiert. Ich selbst war vor allem der Fahrer, habe fotografiert und genossen, was sie für uns vorbereitet hatte. Dafür bin ich sehr dankbar. Ohne ihre Energie und ihr Gespür für Details wäre dieser Urlaub nicht das geworden, was er für uns war. So konnten wir als Familie jeden Tag in vollen Zügen erleben und Erinnerungen schaffen, die uns noch lange begleiten werden.





























































































